News für Produzenten

Grenzschutz - Fluch oder Segen?

Am INFORAMA Seeland findet am Abend des 09. Novembers 2017 das Seeländer Forum zum Thema "Grenzschutz - Fluch oder Segen?" statt. Nach einem Inputreferat von Preisüberwacher Stefan Meierhans findet eine Podiumsdiskussion statt.

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Infoanlass zur Erstellung von Waschplätzen

Am 09. November 2017 findet am Nachmittag am INFORAMA Seeland eine Tagung zum Thema "Waschplätze für Pflanzenschutzspritzen" statt. Der Fokus liegt dabei auf der Vorstellung der verschiedenen Systeme und beim Vorgehen für die Beantragung von kantonalen Beiträgen.

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Schweiz. Natürlich.

Das grosse Moos im Seeland

Das Grosse Moos ist ein Niedermoorgebiet, entstanden durch Überflutungen. Deshalb hat es eine alkalische Reaktion, der Boden ist eine Kalkbraunerde oder Moor. Der Jura, der sich im Norden vorbeizieht, ist aus Mergel. Das ursprüngliche Überschwemmungsgebiet zwischen den drei Juraseen (Bieler-, Neuenburger- und Murtensee) hat eine Grösse von 77 km2, also 7'700 Hektaren. Die ehemalige Ueberschwemmungsebene liegt zu einem Drittel im Kanton Freiburg und zu zwei Dritteln im Kanton Bern. Der Anteil an Torfmoorböden macht rund 10 Prozent aus. In der ersten Juragewässerkorrektion von 1868 bis 1878 wurde der Wasserstand um 2,5 m abgesenkt und die Aare durch den neu erstellten Hagneckkanal in den Bielersee eingeleitet. In der zweiten Juragewässerkorrektion von 1962 bis 1972 wurden die Seespiegel stabilisiert. Im Rahmen der Melioration wurde das Binnenkanalnetz ergänzt, so dass es heute eine Länge von 120 km aufweist. Windschutz- und Ökostreifen haben eine Länge von 70 km. Im Grossen Moos hat es verschiedene Biotope Naturschutzgebiete wie z.B. die Ziegelmoos-Islerendüne, der Fräschels- Siselen- und Birkenhofweiher, die Stierenbüne etc., die zusammen 100 Hektaren umfassen. Das Schutzgebiet Fanel am Neuenburgersee hat eine Fläche von 500 Hektaren.

 

 

Der schweizerische Gemüseanbau 2014

Anbauflächen (kumuliert)

 

Schweiz in Hektaren

Seeland in Hektaren

Seeland-Anteil
  %

Verarbeitungsgemüse

2'842

275

9.7

Gewächshauskulturen

933

170

18.2

Frisch- und Lagergemüse

11'542

3'248

28.1


Die Bodenbelegung im Freiland liegt zwischen 1,5 und 1,6. Das heisst, dass im Mittel 1,5 bis 1,6 Kulturen auf jeder Parzelle angebaut werden.

Die Fläche des Murtensees beträgt 22,8 km2 (2'280 ha). Die im Seeland mit Gemüse bebaute Fläche ist somit rund 10 Prozent grösser als die Wasseroberfläche des Murtensees.

In der Schweiz wir nur auf 1 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Gemüse angebaut. Die Einnahmen aus dem Gemüsebau machen aber 5.9 Prozent des Endrohertrages aus.

 

 

Gemüseimporte

Die Gemüseimporte in die Schweiz betragen 45 Prozent der konsumierten Menge. Wertmässig sind es 55 Prozent.

 

 

Der Seeländerbetrieb
Im Seeland (Kanton Bern und Kanton Freiburg) wird auf knapp 500 Landwirtschaftsbetrieben Gemüse angebaut, davon auf der Hälfte im Haupterwerb. Die Seeländerbetriebe sind Familienbetriebe mit durchschnittlich 3,5 Arbeitskräften. Die mittlere Grösse eines Familienbetriebes umfasst 12,5 Hektaren, wovon die Hälfte mit Gemüse bebaut wird.

Im Seeland werden rund 60 verschiedene Gemüse angebaut. Der Anbau erfolgt satzweise, damit eine kontinuierliche Ernte möglich ist. Typische Seeländergemüse sind Rosenkohl, Rhabarber, Pfälzerkarotten, Schwarzwurzeln und gebleichter Lauch. Die wichtigsten Kulturen sind Zwiebeln, Karotten, Nüssler, Lauch, Kopfsalat, Tomaten, Eisberg, Sellerie und Chinakohl.

 


Entwicklung der schweiz. Gewächshaus-Konstruktionsfläche, Hektaren


 

mit festem
Fundament
ohne festes
Fundament

1975

58

28.4

1980

72.6

111.8

1985

83.1

141.2

1990

98.4

183.5

1995

96.9

188.5

2000

151.6

180.6

2005

180

174.2

2010

223.7

185.1

2011

217.4

178.5

 

 

Entwicklung der schweiz. Gemüseanbauflächen


 

 

Gewächs-
haus
Freiland
 
Verarbeitung

Total
 

1981-1985

 

   523

  6'013

3'471

10'007

1986-1990

 

   627

  6'742

3'432

10'801

1991-1995

 

   719

  7'702

3'125

11'546

1996-2000

 

   761

  8'558

3'340

12'659

2001-2005

 

   820

  9'967

3'357

14'144

2006-2010

 

1'017

10'279

3'240

14'536

2011

 

1'043

10'935

3'122

15'100