News für Produzenten

Bekämpfung Tomatenminiermotte

Das Bundesamt für Landwirtschaft hat das Pflanzenschutzmittel Isonet T, das zur Bekämpfung der Tomatenminiermotte eingesetzt wird, befristet bis zum 31. Oktober 2020 zugelassen.

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Stellenmeldepflicht ab 2020 auch für den Gemüsebau

Ab dem 01. Januar 2020 gilt die Stellenmeldepflicht neu auch für den Gemüsebau. Das Vorgehen bei der Besetzung einer Stelle finden Sie hier.

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Schweiz. Natürlich.

Pflichten des Arbeitgebers

Ende Januar fand am INFORAMA Seeland in Ins die Wintertagung Gemüse statt. Die mit über 160 Teilnehmenden besuchte Veranstaltung widmete sich voll und ganz der Unfallverhütung und insbesondere den Pflichten des Arbeitgebers.


Gerade am Anfang zeigte sich, dass auch Seeländer Gemüseproduzenten sehr interessiert einem Referat von einem Urner Bergbauer und Fleischproduzent folgen können. In seinen eindrücklichen Ausführungen gab nämlich Wisi Zgraggen einen Einblick in sein nicht alltägliches Leben. Vor gut 13 Jahren verlor Zgraggen bei einem Arbeitsunfall mit einer Rundballenpresse beide Arme. Obwohl er von der IV unterstützt worden wäre, war für ihn von vornherein klar den elterlichen Betrieb trotzdem zu übernehmen. Deshalb hat Zgraggen seinen Hof so umstrukturiert, dass er ihn ohne Arme bewirtschaften kann. Wisi Zgraggen verdeutlichte in seinem Referat, trotz Schicksalsschlägen den Mut und Optimismus nie aufzugeben. Diese Botschaft scheint bei den Tagungsteilnehmern angekommen zu sein, denn so ruhig wie bei seinem Referat war es im Saal des INFORAMA wohl noch selten.


Das Referat von Wisi Zgraggen zeigte aber auch exemplarisch auf, wie wichtig die Unfallverhütung ist. Als zweiter Referent hat deshalb Markus Stauffer von der Fachstelle Arbeitssicherheit der Kantonspolizei Bern den Gemüseproduzenten etwas „ins Gewissen“ geredet. Denn ein Arbeitgeber hat wichtige Pflichten wahrzunehmen, um Unfälle der Angestellten zu verhindern – und es sind nicht gerade wenige Pflichten. Deshalb hat sich manch einer im Saal gefragt, ob er auf seinem Betrieb überhaupt noch Arbeitnehmende beschäftigen soll.


Dass diese Arbeitgeberpflichten mit ein paar gezielten Massnahmen wahrgenommen werden können, zeigte Hans Stadelmann von der BUL in der anschliessenden Präsentation auf. Da das Unfallrisiko beim Antritt einer neuen Stelle überdurchschnittlich hoch ist, stellt eine der wichtigsten Massnahmen die korrekte Einführung von neuen Mitarbeitenden dar. Diese Einführung gilt es am besten auch schriftlich an einem Anschlagsbrett festzuhalten sowie von den Mitarbeitenden unterschreiben zu lassen. Dadurch können sich die Arbeitgeber rechtlich absichern. Einen Textvorschlag dazu finden Sie untenstehend.

 

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