News für Produzenten

Seeländer-Forum zum Thema "Ernährungstrends"

"Fast Food, Slow Food, Good Food - produzieren wir am Trend vorbei?". So lautet das diesjährige Thema des Seeländer-Forums in Ins. Mit einem Referat und einer anschliessenden Podiumsdiskussion soll herausgefunden werden, ob die Landwirtschaft heute noch das produziert, was gewünscht ist.

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Besichtigung und Erfahrungsaustausch Waschplätze

Am 22. August findet vor dem Mittag eine kurze Besichtigung des Spritzen-Waschplatzes auf dem Betrieb von Lorenz Gutknecht in Ins statt. Dabei sollen Erfahrungen bei der Erstellung von solchen Waschplätzen ausgetauscht werden.

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Schweiz. Natürlich.

Pflichten des Arbeitgebers

Ende Januar fand am INFORAMA Seeland in Ins die Wintertagung Gemüse statt. Die mit über 160 Teilnehmenden besuchte Veranstaltung widmete sich voll und ganz der Unfallverhütung und insbesondere den Pflichten des Arbeitgebers.


Gerade am Anfang zeigte sich, dass auch Seeländer Gemüseproduzenten sehr interessiert einem Referat von einem Urner Bergbauer und Fleischproduzent folgen können. In seinen eindrücklichen Ausführungen gab nämlich Wisi Zgraggen einen Einblick in sein nicht alltägliches Leben. Vor gut 13 Jahren verlor Zgraggen bei einem Arbeitsunfall mit einer Rundballenpresse beide Arme. Obwohl er von der IV unterstützt worden wäre, war für ihn von vornherein klar den elterlichen Betrieb trotzdem zu übernehmen. Deshalb hat Zgraggen seinen Hof so umstrukturiert, dass er ihn ohne Arme bewirtschaften kann. Wisi Zgraggen verdeutlichte in seinem Referat, trotz Schicksalsschlägen den Mut und Optimismus nie aufzugeben. Diese Botschaft scheint bei den Tagungsteilnehmern angekommen zu sein, denn so ruhig wie bei seinem Referat war es im Saal des INFORAMA wohl noch selten.


Das Referat von Wisi Zgraggen zeigte aber auch exemplarisch auf, wie wichtig die Unfallverhütung ist. Als zweiter Referent hat deshalb Markus Stauffer von der Fachstelle Arbeitssicherheit der Kantonspolizei Bern den Gemüseproduzenten etwas „ins Gewissen“ geredet. Denn ein Arbeitgeber hat wichtige Pflichten wahrzunehmen, um Unfälle der Angestellten zu verhindern – und es sind nicht gerade wenige Pflichten. Deshalb hat sich manch einer im Saal gefragt, ob er auf seinem Betrieb überhaupt noch Arbeitnehmende beschäftigen soll.


Dass diese Arbeitgeberpflichten mit ein paar gezielten Massnahmen wahrgenommen werden können, zeigte Hans Stadelmann von der BUL in der anschliessenden Präsentation auf. Da das Unfallrisiko beim Antritt einer neuen Stelle überdurchschnittlich hoch ist, stellt eine der wichtigsten Massnahmen die korrekte Einführung von neuen Mitarbeitenden dar. Diese Einführung gilt es am besten auch schriftlich an einem Anschlagsbrett festzuhalten sowie von den Mitarbeitenden unterschreiben zu lassen. Dadurch können sich die Arbeitgeber rechtlich absichern. Einen Textvorschlag dazu finden Sie untenstehend.

 

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